Exodus

Der Schnee schlägt in mein Gesicht, als wolle der Herr mich zurück ins Bett befehlen, wo ich bei Nacht auch hingehöre. Wärme lockt, als Tauwasser in meinen Stiefeln schwappt und meine Füße sich anfühlen wie eisgekühlte Schinken. Morgen würde ich zu Brotgeruch die Augen öffnen und hätte kuschelweiche Socken an den Füßen. Wenn ich gehen würde, wo ich hingehöre.

Ich schirme die Augen mit dem Fäustling ab und der Wollschal gefriert durch meinen Atem. Ich will nicht umkehren. Es wäre ohnehin zu spät. Gottes Tal liegt fünf Wegstunden, einen halben Berg zurück und der Schneesturm verschluckt alle Spuren. Mir bleibt der Lichtpunkt meiner Lampe, der vornewegflackert wie der Stern von Bethlehem. Folge mir, flüstert er. Folge mir.

Als erschiene hinter mir ein Engel, werfe ich zwei Schatten in den Schnee. Sie schrumpfen, viel zu rasch. Ich schrecke herum. Eine Kühlerfratze stiert mich an, die Lichter totenfahl. Der Laster hupt, mein Herz steht still und ich verharre wie ein Reh. Weiterlesen

Neuer Blog, neues Glück

Nach einigen Gehversuchen mit Drupal habe ich mich doch entschlossen, zurück zum guten alten WordPress zu gehen. Für meine Zwecke ist das auch vollkommen ausreichend. Heute wird der Blog noch mit einigen fertigen Geschichten befüllt, damit er auch nicht ganz so nackt dasteht. Aber erst gibt’s Essen.